Ganzheitliche Psychotherapie

Ich habe in meiner Praxis stets einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Ganz einfach, weil ich glaube, dass wir die Psyche nicht isoliert betrachten sollten.

Viele Menschen haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht ihren Körper fit zu halten, vergessen dabei jedoch auf ihre psychische Gesundheit zu achten. Natürlich gibt es auch die umgekehrte Variante, in der Menschen sich um ihre Psyche sorgen und den Körper vernachlässigen.

Gesund ist es wohl auf Beides zu achten, die Psyche und den Körper. Leider ist unsere Gesellschaft wohl noch nicht flächendeckend dafür bereit.

Natürlich ist es wichtig unseren Körper gesund und fit zu halten. Dies erreichen wir durch eine naturbelassene und ausgewogene Ernährung, in Kombination mit möglichst täglicher Bewegung. Wenn wir dem Körper ausreichend Nährstoffe zuführen, kann er sich gut organisieren. Und wenn wir den Körper täglich bewegen, bleibt er geschmeidig.

Wir kennen heute viele Verbindungen zwischen Körper und Psyche, auf neuronaler Ebene, genauso wie auf physiologischer.

Hier ein Beispiel: Sicher habt ihr schon von Darmbakterien gehört, oder vom Darmmikrobiom. Wir wissen, dass bestimmte Bakterien gut für unseren Darm sind. Was jedoch viele nicht wissen, Darmbakterien haben auch Einfluss auf die Psyche. Dies sind die sogenannten psychogenen Bakterien, oder Psychobiotika.

Und noch ein Beispiel: Kennt ihr das, wenn ihr sehr traurig oder unglücklich seid und eine ganze Packung Kekse esst? Das haben sicher schon Viele mal erlebt. Doch was steckt dahinter? Muttermilch und Säuglingsnahrung enthalten Zucker und während des Stillens oder dem Flasche geben, wird der Säugling im Arm gehalten, ganz dicht am Körper. Der Säugling fühlt sich gehalten, fühlt sich wohl und geborgen. Gleichzeitig wird der Säugling genährt, mit einer süßlichen Flüssigkeit. So entsteht schon sehr früh eine Verknüpfung von süßem Geschmack mit Geborgenheit und Zuwendung. Kein Wunder also, dass die Kekse helfen, wenn es uns schlecht geht.

Nur wenn wir jetzt jedes Mal viele Kekse essen, wenn es uns schlecht geht, bekommt das dem Körper und natürlich der Figur nicht gut. Sinnvoll an der Stelle ist es, dass Verhalten zu überdenken und nach einer besseren Alternative zu suchen. Das nennen wir dann Psychohygiene.

Im Rahmen einer guten Psychohygiene fragen wir uns: „ Warum geht es mir schlecht? Was ist der Auslöser dafür? Und wie kann ich besser mit so einer Situation umgehen?

Wem die Fragen, oder Antworten zu viel abverlangen, der sollte sich auf die Suche nach therapeutischer Unterstützung begeben. Ganz wichtig: Psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen ist nichts Schlimmes. Ihr geht doch auch zum Zahnarzt, wenn ihr Zahnschmerzen habt.

Ich denke, das Thema Psychohygiene wird uns noch mal beschäftigen. 😊

Das war’s fürs Erste. Habt eine gute Zeit und bis bald